Alles ist gut

Wenn das Notwendige getan
und das Überflüssige verworfen,
das Zuviel verschenkt und das Zuwenig verschmerzt ist,
wenn alle Irrtümer aufgebraucht sind,
kann das Fest des Lebens beginnen.  

Wolfgang Poeplau


Meinen Lesern eine frohe Osterzeit!

Wann fängt Weihnachten an?


Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt,
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und der Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann
fängt Weihnachten an.

Rolf Krenzer

Meinen Lesern eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2019!

Jahresgebet 2019

Geliebter Schöpfer, liebe Heilige Anna,
geliebte Mutter Maria, lieber Heiland Jesus Christus.

Danke, dass Ihr unser Herz öffnet, für die Liebe zu uns selbst,
zum Nächsten, der gesamten Schöpfung und dem Universum.

ICH BIN Liebe
ICH BIN Freude

ICH BIN Frieden
ICH BIN Fülle
ICH BIN Kraft
ICH BIN.

Danke.

Danke, dass ICH BIN:
in all meinen Lebensbereichen und auf allen Ebenen meines Seins.

So ist es. Dein Wille geschehe.
In Liebe. Amen.



Gedicht zum Verlorenen Zwilling/ Lichtzwilling

Der Andere/ Die Andere

Der Andere/ Die Andere.

Weich, warm, wohlig, innig,

Festhalten.

Am liebsten nie wieder loslassen.

Genießen.

Nie wieder getrennt sein.

Immer vereint.

Leben.

Endlich ganz.

Endlich zu Hause.

(Verfasser/in unbekannt; Quelle Internet. Im Originalgedicht heißt es „Der Andere“)

Gedanken zum Verzeihen


Ich halte täglich
Rückschau,
auf das,
was ich getan,
was ich gesagt,
was ich gedacht
und gelebt habe.

Ich schäme mich meiner
Fehler nicht und sage mir:
Sieh zu,
dass Du gleiche Fehler,
nicht wieder begehst,
denn heute
vergibt Dir Gott,
darum vergebe auch
ich mir selbst.

Aber morgen,
erwartet Gott von mir
etwas Besseres-
und auch ich.
So will ich mich
des neuen Tages
würdig erweisen.

© Paul Haschek (*1932), deutscher Theologe, Kamilianer-Pater

Liebeserklärung an einen Tanz

 

Wirf deine Schuhe weg und tanze
Spüre die Erde unter den Füßen
Die Wurzeln der Klänge
Lass die Musik deinen Körper erobern
Und deine Seele

Wirf deine Schuhe weg und tanze
Schenk deiner Sehnsucht goldene Flügel
Schließ deine Augen und träume .
Träum von der endlosen Weite des Meeres
Und von dem Spiel der Wellen
Vom Aufgang der Sonne über der Bucht
Und von dem Schrei der Möwe
Und den vielen bunten Kähnen
Und dem Geruch der Fische
Vom Geschmack des Salzes
träume vom Prickeln der Haut
Vom leuchtenden Blau und Weiß der Häuser
Von Granatäpfeln und Olivenhainen
Von der kleinen Kapelle hoch auf dem Felsen
Von scheuen Blicken und lachenden Augen
Von zerfurchten Gesichtern, die Geschichten erzählen

Wirf deine Schuhe weg und tanze
Lass dich erfassen vom Gleichklang der Schritte
Fühle und höre ihr Trommeln
Tauch ein in den Rhythmus des Lebens
Ein Schritt für das Weinen und zwei für das Lachen
Ein Schritt für die Einsamkeit und zwei für die Liebe
Ein Schritt für die Angst und zwei fürs Vertrauen
Ein Schritt für die Flucht und zwei für die Hingabe
Ein Schritt für den Krieg und zwei für den Frieden
Ein Schritt für die Fesseln und zwei für die Freiheit
Ein Schritt für den Tod und zwei für das Leben

Wirf deine Schuhe weg und tanze
Lass die Musik deinen Körper erobern und deine Seele

Schliesse die Augen und träume
Tanze und träume und tanze die Liebe
Tanze und träume und tanze das Leben
Tanze und tanze und tanze

Omal

Rezept

 

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

(aus: Die paar leuchtenden Jahre)

Masha Kaléko